Hier noch ein paar wichtige Forums-interne Links zu wichtigen Reparatur-/Umbau-Themen bzgl. des Esterel:
Facelifting eines Esterel C34 oder eine kleine Reanimation
Wir kamen zum Esterel, wie die Jungfrau zum Kind. Lange schon haben wir überlegt, wie kann man klappen oder falten (einfach wegen der Größe des Anhängers) und im Frühjahr oder Herbst wetterunabhängig unterwegs sein. Mit dem Falter ist es mit dem Wetter, Regen, Feuchtigkeit immer so eine Sache und auch die Kälte bzw. der Wind machen Probleme. So musste es eine Lösung sein mit
festen Wänden. Hier sollte dann eine wirklich einfache und schnelle Lösung her. Da gab es eigentlich nur die Auswahl zwischen Rapido oder Esterel.
Nach einem längeren Telefonat mit ct7Fan (Udo) war dieser Gedanke fixiert und Hilfeangebote aus dem Ruhrgebiet und Holland (Christiaan Duut) schnell gefunden. Der Kauf war so irgendwann in den nächsten 6 Monaten avisiert, doch schon 4 Tage später war das Thema "Esterel C34" brandheiß. Zwar etwas älter, aber noch gut in Schuß und preislich in einem Rahmen, dass er einen Anpassungsumbau erlaubte. Mitte Juni dann holten wir unseren Zweit-Falter ab und waren von der überraschenden Kaufaktion völlig geplättet.
Nun machte ich mich daran, zunächst einmal alles in Gedanken, diesen für uns 5 zurecht zu modellieren. Das Hauptproblem war: Wie bekomme ich mit dem Esterel 5 Fahrräder transportiert ?? Es gab dazu verschiedene An- bzw. Umbauvarianten, effektiv wäre aber das schnelle Aufklappen oder jede Menge Geld auf der Strecke geblieben (ein passendes individual gefertigtes Chassis für den Esterel mit den entsprechenden Möglichkeiten alles zu vereinen hätte ca. 3000.- € gekostet).
Die ganze Telefoniererei mit diversen Anhängerbauern dauerte endlos lange und führte leider zu nichts bzw. zu dem o.a. Ergebnis. Also neu überlegt. Da der Deichselkasten unseres alten Esterel von den 1,20 m Deichsellänge ca. 70 cm auffraß, die Fahrräder aber nicht auf eine Bügelkonstruktion übers Dach hinweg angebracht werden sollten, entschloß ich mich, mich mit 2-3 Fahrrädern auf der Deichsel zu begnügen und dafür musste der Deichselkasten einfach weg.
Die folgenden Bilder zeigen unseren Esterel im Urzustand bzw. diverse Typenschilder, die ich bei der Bestandaufnahme, des irgendwann folgenden Umbaus, gemacht habe. -weiter
Esterel C34 Bj.1983/84, Status bei Abholung im Juni 2008 auf dem CP Ladbergen
Links: Ansicht von hinten - Rechts: Ansicht von schräg vorne
Links: Aufklappanleitung-Typenschild - Mitte: Typenschild der Achse (u.a. Maximallast und Baujahr) - Rechts: Typenschild der Deichsel (u.a. ersichtlich, dass die max. Last 100kg beträgt)
Links: Die Staukiste vorne links im Urzustand (u.a. ersichtlich die völlig veralteten und verbotenen Gasleitungen aus Schläuchen, auch die etwas wackelige Verkabelung (re.) und die Ur-Esterel-Tischleuchte - Rechts: Bild von der Fehlkonstruktion des Kühlschrank-Lüftungsgitters (viel zu hoch)
Links: Bild vom Unterspülenschrank mit Abwasserstutzen (li.) und 12V-Verteilung (re.), Abmaße ca. 45cm Tief, ca. 58cm breit - Rechts: 220V/12V-Transformator mit Typenschild (Primärspannung 220V mit 175 Watt, Sekundärspannung 12V mit 150W
Links: Urzustand des Gasanschlusses mit Schlauch an den Kocher (Sicherheitstechnisch rel. bedenklich) - Rechts: Typenschild des Kühlschranks RM 181H, Fa. Elektrolux (heute Dometic), wurde gebaut bis 1996, Gasverbrauch 85 bis 115ml/h, Verbrauch bei 220V mit 75 W und bei 12V mit 75W, Nominalvolumen 41L
Links: ein erstes Bild von der Gasflasche unter der Spüle (-einfach nur so mal zum Nachdenken-) - Rechts: der fertig renovierte Kleiderschrank mit neuer Rückwand und Einlegebrettern
Eines der ganz zentralen Dinge war die Gasversorgung. Da der Deichselkasten für die Aufnahme der Gasflaschen wegfiel und ein neuer Platz für diese gefunden werden musste und dann auch noch die ganzen Gasleitungen überhaupt nicht einer mittelfristig erforderlichen Gasprüfung Stand gehalten hätten, musste ich also die komplette Gasanlage umbauen.
Nach dem Sommerurlaub habe ich mich dann, um den Umbau zum Herbst fertigzustellen, jede freie Minute neben der normalen beruflichen Arbeit an den Esterel gesetzt. Teils allein, teils mit der Hilfe meiner Kinder, überwiegend meiner 9-jährige Tochter. Diese hat Gott-sei-Dank auch alle meine Streß-bedingten Wutausbrüche bei den diversen Problemen gut ertragen. Hier auch noch ein herzlicher Dank an meine Frau, die mich von allem frei gehalten hat, sonst hätte ich gar keine Zeit dafür gehabt.
Zu tun waren folgende Dinge:
1.) der klappbare Schrank war wackelig, hatte keine Innenaufteilung, das Schloß war kaputt und auch den Unterschrank konnte man wegen des Radkastens und des eindringenden Staubes/Drecks nicht verwerten
2.) die Gaslösung: Gaskasten für 2 Flaschen unter die Spüle, ein neuer Verteiler, Ersatz der Gasschläuche durch Gas-Stahlrohre und Schaffung einer Gasausleitung nach außen (diese Umbauten alle streng nach Arbeitsblatt G607 (siehe
hier bzw. DIN EN 1949))
3.) Erneuerung der Elektrik, Umstellung von 7-poligem Stecker auf 13-poligen Jäger-Stecker, dazu passend Wechsel von 7-adrigem auf 10-adriges Kabelsystem mit selektiver Ansteuerung der Nebelschlußleuchte, Erneuerung der Verteilersyteme, Einbau zusätzlicher 220V-Steckdosen und 220V-Außensteckdose, Umbau des Wasser-Fußschalters von senkrechter in horizontale Postion (bessere Benutzung)
4.) Kühlschrank (wurde bei Gasbetrieb nicht kühl bzw. hinter dem Kühlschrank sehr warm): Erneuerung des Gasanschlusses (Stahlrohranschluss), Einbau eines thermostat-gesteuerten Kühlrippenlüfters, Einbau neues richtig platziertes Lüftungsgitters mit Moskitoschutz
5.) Einbau einer Batterie zur Stromversorgung des Lüfters und zur Sicherung eines 220V-unabhängigen Campens incl. Anschluß in das 12V-Stromsystem (ohne Stromrückflußmöglichkeit)
6.) Einbau einer abnehmbaren und mobilen (sowohl innen und außen nutzbaren) Musik-Abspiel-Möglichkeit
7.) Einbau neuer Halogen-Strahler für die Tischbeleuchtung, Einbau neue Küchenlampe (12V)abnehmbar unter Schrankregal incl. 12V-Stecker bzw. Steckdose, Auswechselung der alten Vorder-Begrenzungslichter, Einbau neuer Begrenzungslichter am Anhängerende
8.) Einbau eines zusätzlichen Einbau-/Einsteck-Bettes ohne Wandbeteiligung (Bilder folgen)
9.) Erneuerung des defekten Wasserhahnes, Erneuerung des Wasserzuflusses, Erneuerung des Wasserabflusses (Ablauftrichter unter dem klappbaren Kocher-Spülen-Teil) und des Bodendurchbruches (mit Spritzschutz), Erneuerung des Frischwasserkanisters und Verlegung in den Innenraum (weg vom Campingplatzboden)
10.) Nähen und Anbringen neuer Fenster-Moskitonetze mit Gummiband und Haken
11.) Säuberung alte 12V-Tischlampe, Abziehen, Waschen und Lüften aller Sitzpolster
12.) Anbringung eines neuen Deichselrades mit integrierter Waage
13.) Einbau von 2 Service-Klappen in beide hinteren Staukästen (sind nun sowohl von außen als auch von innen zugängig, dazu erforderlicher Umbau der Sitzbänke, Verstärkung der Sitzbänke und der Scharniere der Staukästenklappen
14.) Erneuerung sämtlicher verrotteter Schrauben/Anbringungen von außen mit neuer Abdichtung derselben, Abdichtung aller Bodenlöcher
15.) Erneuerung des abgebrochenen Vorzeltbefestigungsösen, Markierung und Stabilisierung des alten Vorzeltgestänges
-weiter
Links: Detailaufnahme eines Einlegebrettes und des Schrankbodens (hier habe ich die dem Klappmechanismus entsprechende Rundung mit einem gerundeten Brett abgeschlossen) - Rechts: der Sockelschrank im neuen Design (der Radkasten ist vollständig verkleidet, die Ränder sind verschlossen, so dass kein Staub mehr eindringen kann)
Links: ein Blick in den Sockelschrank von unten nach oben - Rechts: ein Bild vom Sockelschrank (eig. Standplatz für die Truma-Heizung) mit der Abschlussplatte (=> auch von oben kann kein Staub mehr eindringen)
Links: mein neu entworfener Gaskasten (warum und wieso siehe bitte Text) mit Probeflasche - Rechts: Gaskasten nun mit Deckel und Verschluß (ein Tesa-Moll-Streifen sorgt für nahezu absolute Dichtigkeit nach oben)
Links: der Gaskasten fasst die max. 2 zu tranportierbaren Flaschen (auch mit Verschlußdeckel) - Rechts: der vorbereitete Stellplatz mit nivelliertem Boden für den Gaskasten (warum ein Gaskasten siehe Text) unter der Spüle, sichtbar dazu das Abluftloch an der tiefsten Stelle mit Öffnung von 100 qcm
Links: der geöffnete Gaskastendeckel (muss zur Wand aufgeklappt werden, da sonst Probleme bei der Deckelöffnung - Rechts: der offene Gaskasten von oben, sichtbar die notwendigen Anpassungen am vorderen Schrankbrett und der Verschluß (hier war leider eine kleine Trickserei erforderlich (aber die einzige beim Umbau)), dazu sichtbar die Gaskastenöffnung am tiefsten Punkt
Links: Die Gaskasten-Öffnung im Detail, Lage: tiefster Punkt, Größe: knapp 100qcm, Führung durch den Boden mittels eines Stückes Regenfallrohres - Rechts: Gaskastentür nach vorne in den Wohnbereich zum Bedienen des Hauptgasventils (die Tür ist als Doppelwandstarke Tür mit Rand entworfen und hat einen sicheren Verschluß)
Links: hier ist die geöffnete Doppelwandtür mit Rand (in dem wieder eine TESA-Moll-Dichtung sitzt) zu sehen => man kommt jederzeit hervorragend an den Hauptgashahn heran - Mitte: der neue Verteiler mit Stahlgasrohren (alle 8mm, wie in Arbeitsblatt G607 vorgeschrieben), Sitz des Verteilers im Staukasten vorne links (= alter Platz), zur allg. Stabilisierung habe ich die Wand mit einem passend gesägtem Brett (Stärke 18mm) verstärkt, welches an die dünne, von außen verkleidete Sperrholzwand geklebt und verschraubt ist - Rechts: die Abdeckung der Stahl-Gasrohre zum Kühlschrank und Kocher (dazu habe ich ein Stück Multiplex-Platte verbraucht, sieht gut aus und ist mächtig stabil)

Links: die neuen 8fachen, je für 5 Steckplätze vorgesehenen Verteiler (hier der Hintere mit den ganzen Leitungen für Lichter), alle verlötet und mit Kabelklemmen, Leitungen zusätzlich an der Wand fixiert - Rechts: das alte Lüftungsgitter hat eine Ameisen-dichte Verstärkung bekommen, links auf dem Boden sieht man die Aufnahmevorrichtung für ein zusätzliches Etagenbett, rechts der Original-Transformator (siehe Bild oben)
Links: um sicher Autark sein zu können, habe ich hauptsächlich für den Kühlschrank-Lüfter (siehe Bild weiter unten) eine Gel-Batterie eingebaut, die diesen und auch kurz mal Licht vollständig bestückt, links neben der Gel-Batterie steht mein Batterie-Ladegerät, über der Batterie ist der Wanddurchbruch für die Gas-Außensteckdose zu sehen - Rechts: eine Übersicht über die vordere Strom-Verteilung (auch hier habe ich den 8x5-fach Verteiler benutzt, dann weiter nach rechts das Ladegerät, die kleine Gelbatterie und darüber die Innenseite der Gassteckdose

Links: Nach einem ersten Gaslauf-Test des Kühlschranks fiel die sehr schlechte Belüftung auf, welche einherging mit einer schlechten Kühlleistung. Darum habe ich unter den Kühlrippen einen Thermostat gesteuerten 12V-Lüfter eingebaut, welcher auch mit 2,6 W einen erträglichen Stromvergbrauch hat. - Rechts: Wie bereits bei dem linken Bild angeführt war die Kühlleistung des Kühlschrankes spez. bei Gasbetrieb sehr schlecht, da das eig. Kühlgitter zu hoch angebaut wurde. Somit habe ich ein neues Kühlgitter eingebaut und zum Ungezieferschutz mit einem Fliegengitter abgedeckt.
Links: Hier ist die komplett neugebaute Stromversorgung/-verteilung zu sehen. Sie ist vollständig getrennt in 220V und 12V, in dem 12V-Verteilerkasten steckt eine 6x5-fach Verteilung. Ebenfalls zu sehen der neu angbrachte Abflussmechanismus. - Mitte: Zu sehen sind hier meine 220V-Steckdosen (es gibt eine links und eine rechts des Kücheblockes) sowie die 12V-Steckdose der Küchenbeleuchtung - Rechts: Auch bei der Tischbeleuchtung habe ich umgebaut. Es gibt günstige 10W-Halogenstrahler, die eine ideale Ausleuchtung der Tische ermöglichen. Auch kann man diese drehen und "einklappen", so dass ihnen beim Einklappen des Esterel keine Defekte entstehen.

Links: Statt Einbaulautsprechern habe ich lieber eine andere Variante gewählt. Hier sieht man meine kleinen Aktivboxen, die mittels Einhängemechanismus re. und li. an dem Küchenregel je nach bedürfnissen mit Weltempfänger oder MP3-Player o.ä. verbunden werden können. - Rechts: Der neue Fußschalter zeigte Kontaktprobleme beim senkrechten Einbau. So habe ich ihn "flachgelegt". Dies passt auch problemlos beim Klappen mit dem Schrank, die Bedienbarkeit ist deutl. verbessert.
Hier sind 3 Bilder zu der Wasseranlage zu sehen.
Links: mein neu entworfener Abfluß (fixiert am Gaskasten und der li.seitl. Küchenwand) - Mitte: auch der Frischwasserkanister ist von Außen nach Innen gewandert. Er fasst 12L und ist 26cm hoch, passt wie ersichtlich super zwischen Radkasten und seitl. Staukastenwand. Dazu passend ein ab- und aufschraubbarer Deckel, der Wasser und Stromleitung passend miteinfasst. - Rechts: Dies ist ein Bild durch meine neuen Serviceklappen. Der Wasserkanister ist problemlos durch die Serviceklappe oder auch von innen durch den Staukastendeckel zu bedienen.
Ein Hinweis an dieser Stelle ist mir sehr wichtig:
Außerordentlich gut gefallen hat mir der Service der Fa. Comet (
hier der Link), die völlig problemlos den alten, leider defekten Wasserhahn nachproduziert hat. Hier ist man wirklich gut bedient, einfach dort anzurufen und mit der Fa. zu sprechen. Die Artikel-Nr. für unseren Wasserhahn ist die 2028.05.21
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Links: Die Vorhänge im Esterel haben uns nur mäßig gefallen. Außerdem bieten sie leider keinen Fliegen-/Mückenschutz. So habe ich einen stabilen guten Moskitonetz-Stoff besorgt und ihn am Rand umgenäht und ein Gummi eingezogen. Mit 4 kleinen Haken spannt sich dies dann sehr gut auf, und durch das Gummi lassen sich die Fester immernoch problemlos öffen und schließen. - Rechts: hier ein Bild vom linken hinteren Staukasten. Man sieht die Rückwand der Kofferklappe, den Abwasserkanister und unsere ersten Klappstühle.
Das neue Deichselrad
Links: integriert in den Kurbelmechanismus ist eine Deichsellast-Waage (damit bei Beladung der Deichsel mit 2 Fahrrädern das Austarieren leichter geht) - Rechts: Das Deichselrad in Komplettansicht. Sehr gut gefällt mir daran u.a. auch das große Rad
Links: Der Esterel nach den diversen Modifikationen: zu sehen sind die Kofferklappe für den Staukasten hinten rechts, rechts neben der Tür die nach außen verlegte 220V-Steckdose (wahlweise kann hier auch noch 12V und auch Antenne nachgerüstet werden) - Rechts: Ansicht von hinten links auf den Esterel mit der Kofferklappe für den Staukasten hinten links, schlecht zu sehen sind die kleinen Begrenzungsleuchten, die ich hinten unten neu eingebaut habe. Ebenfalls nicht ersichtlich ist, dass die Kennzeichenhalter und auch die Nebelschlußleuchte neu abgedichtet und fixiert sind.
Wie man sieht habe ich versucht, weitgehend das Originalaussehen des Esterels zu erhalten. An spez. Punkten, wie z.B. den Koffer-/Service-Klappen war dies Anliegen jedoch zweitrangig. Denn wir, meine Familie und ich möchten den Esterel nutzen, jedoch nicht ohne auf wichtige praktische Details zu verzichten. So kann ich z.B. durch die Serviceklappen das Vorzelt herausholen und anbauen, ohne das Dach 2mal auf- und zuklappen zu müssen. Im Innenbereich habe ich diese Originalität-Praktikabilität ebenfalls beibehalten. Und z.B. Polster und auch die orig. Esterel-Tischlampe sehen frisch gewaschen weiterhin sehr gut aus.
Nun zu den Kosten:
Ich habe ganz viel bei einem großen Wohnwagen-/Camping-Händler im Bereich von Ladbergen bestellt. Hier lief alles problemlos, Zahlungen sind mittlerweile auch erledigt. Natürlich lassen sich alle Camping-Ausrüster die Waren anständig bezahlen. So habe ich insgesamt Einzelteile (u.a. allein die Serviceklappen kosteten jeweils ca. 80.- €) ca. 600.- Euro ausgegeben. Dazu kam die echte gigantische Anschaffung von diversen Schrauben, Winkeln, Gummibändern etc. beim lokalen Baumarkt. Bei guter Planung, welches Material man braucht, muss man für diesen Posten ca. 150.- bis 200.- einplanen. Das ganze Holz, welches ich für Gaskasten und Stabilisierungsmaßnahmen verbaut habe schlägt mit sicher weiteren 100.- bis 150.- Euro zu Buche.
Insgesamt muss man also bei einem solchen Umbauunterfangen mit ca. 1000.- Euro rechnen. Die Arbeitszeit ist, neben der normalen beruflichen Arbeit, mit ca. 3 (bis 4) Wochen zu kalkulieren.
Noch ein wichtiger Hinweis: Ggf. ist eine sehr lohnenswerte Sache sich bzgl. 12V-Bauteilen beim lokalen KFZ-Service/Autoteile-Service schlau zu machen. (z.B. Autoteile Fa. TROST mit diversen Zweigstelle (
HIER der Link)
-weiter
Links: rechts vom Kühlschrank-Abgasaustritt ist mein neues Kühlschranklüftungsgitter (direkt dahinter am Unterrand des Gitters sitzt das Kühlgitter mit dem neuen Ventilator) - Rechts: Die Ecke vorne links mit den zwei 13-poligen Steckern (Jäger-Stecker). Die linke ist die 12V-Autark-Steckdose und die Rechte ist die für den 220V-Betrieb. Etwas rechts oberhalb ist die Gassteckdose zu sehen, die die Verbindung von den innen liegenden Gasflaschen nach außen darstellt (z.B. zum Grill). Die Dachverschlüsse haben jeweils 1 Schloß bekommen, wobei alle 4 Schösser den gleichen Schlüssel haben. Auch die kleine Begrenzungsleuchte ist erneuert und neu abgedichtet worden.

Links: Dies ist die hintere linke Ecke des Esterel mit meinen neuen Bebrenzungsleuchten (sie sind flexibel, d.h. können nicht abbrechen und auch keinen Schaden verursachen) Nebenbei sieht man die Kofferklappe im Detail. - Rechts: Die ist der Abwasseraustritt. Er besteht aus einem kleinen Regenfallrohr, ist somit nicht verrottbar. Das Rohr ist, wie man sieht, mit Butylband zum Boden hin abgedichtet. Durch den langen Rüssel, der entstanden ist, kann kein Spritzwasser von den Reifen in den Wohnwagen kommen (man kann also auch nicht, wie bei Frischwasser, den Verschluß zum Wohnwageninneren vergessen zu verschließen)
Abschließend sind nun noch folgende Punkte zu erledigen:
-- bei lokalen LKW-Planen-Hersteller bzw. Autosattlerei werde ich das Vorzelt reparieren lassen und auch umbauen lassen. Uns hat in den letzten Urlauben die folgende Form (siehe Bild) am Besten gefallen.
-- TÜV-Grundabnahme
-- Gasprüfung (z.B. beim lokalen BOSCH-Dienst oder Camping-Service o.ä.)
-- neue Reifen + Erneuerung Reserverad + Halterung für Reserverad
-- Deichsel-Fahrradträger kaufen und anbauen
-- Erneuerung des Unterbodenschutzes
-Ende
Heute, 07.03.2009:
Die Umbauarbeiten gehen langsam zu Ende. Ich habe die Tage, wenn sich das Wetter auf der Alb so halbwegs sonnig gestaltete, genutzt verschiedene Dinge zu planen bzw. zu bestellen bzw. einzubauen. U.a. habe ich die alten (neuen) Lampen erneut ausgetauscht, da ich neue einbauen musste. WARUM baut einer neue Lampen ein, wobei er die Alten doch noch gar nicht benutzt hat. Wg. der Energiesparerei. Denn meine alten Lampen konnten nicht auf LED-Technik umgestellt werden. Darum musste ich neue bestellen und einbauen, die LED-tauglich waren (Bilder folgen noch).
Trotz der Tatsache, dass der Esterel eher ein "luftiger" Typ ist, habe ich uns, speziell auch meinen Kindern eine Portion Sicherheit eingebaut: Einen GASWARNER. Nun bitte nicht lachen, aber es ist mir einfach wichtig. Und zwar kann das ausgesucht und dargestellte Exemplar alle 3 wichtigen Gase unterscheiden bzw. dann auch alarmieren. Und zwar erkennt der "Trigas" Propan/Butan (getest + funktioniert), CO (= Kohlenmonoxid) und auch K.o.-Gase (soll wohl eine Einbrecher-technik sein). Auf dem Bild rechts sieht man den Alarm im Überwachungszustand, nachdem es sich beim Starten einmal getestet hat. Stromverbrauch: 12V, 100mA, wurde an unsere Bordversorgung (netzunabhängig) angeschlossen. Angebaut habe ich es Anleitungs-gemäß in ca. 30cm Höhe an der Ecke zwischen kleiner Sitzecke und Kühlschrank.
Dann habe ich heute meinen neuen Besteck-Kasten fertig gestellt. Individuell passgenau ist er. Wie auf den Bildern ersichtlich hat er einen herausnehmbaren Einsatz, damit der Schubladenbereich möglichst optimal genutzt wird. Eine mögliche Unterteilung der noch freien Fächer habe ich bewusst auf den nächsten Winter verschoben. Denn dann sind die Praxistests durch und alles hat seinen Platz. Dann werde ich ev. die beiden Fächer noch unterteilen.
Links: Das selbst erstellte, absolute passgenaue Inlet für unseren Besteckkasten. Man sieht in der Ecke oben die kleine Distanzstücke, auf der der eig. Besteckkasten dann ruht. Dadurch ergibt sich ein ca. 30x20x3,5cm großes Zusatzfach. - Rechts: Besteckkasten-Inlet mit dem eig. Besteckkasten oben 'drauf
Das komplette Inlet in der Schublade (und meine Frau ist sehr zufrieden mit mir
)
Heute, 14.03.2009:
Vor der nun langsam bevorstehenden TÜV-Vollabnahme, die ich gleichzeitig mit der Gasprüfung verbinden wollte (und wie ich mittlerweile vom TÜV-Baden-Württemberg auch weiß MUSS), habe ich mir die Wartung und Reinigung des Kühlschrankes und Kühlschrank-Brenners vorgenommen. Dies sollte die letzte Kontrolle des Gassystems sein und auch die Funktionsfähigkeit der Gasfunktion unseres Kühlschrankes dienen. Im Folgenden habe ich diverse Bilder gemacht, die den sehr diffizilen Brennerbereich darstellen und Ideen und technische Grundgedanken rund um den Kühlschrank, dessen Funktion und Belüftung darstellen.
Zweimal ein Blick von hinten (links) und hinten oben (rechts) auf den Brenner.
Links: der Brenner-Block mit noch angeschraubtem Schutzblech. Sichtbar die Gaszuleitung und die Piezo-Zuleitung, leider auch sichtbar 'ne Menge Dreck - Rechts: der Brenner"kasten" ist von unten "durchlöchert" (Zuluftstrom für den darüber befindlichen Verbrennungspunkt
Links: Bild vom Brenner"kasten", sichtbar auch die Gas-Thermo-Sicherung (Aufnahme o. Blitz) - Rechts: Blick direkt auf die sehr saubere Gasöffnung (kleines Gitter), darüber die Gas-Thermo-Sicherung und unten der kleine unscharfe Stil ist der Piezo-Zünder.
Links: hier der Abgasrohranschluss (rechts das große) auf den der Brenner"kasten" aufgesteckt und geschraubt wird. - Rechts: deutlich sichtbar der Glasstab zur Gas-Zündkontrolle, der direkt in Richtung Brenner (unten im Bild) zeigt/geht.
Links: Ansicht innen in die rechte untere Ecke des Kühlschranks. Hier ist das Licht zusehen, welches durch den Glasstab zur Gas-Zündkontrolle kommt. - Rechts: der wieder zusammengebaute Brenner nach dem Säubern.
Links: der Brenner in der streng seitl. Ansicht (nach dem Säubern). Gut sichtbar ist der aus der Wand heraus"guckende" Glasstab, mit dem man durch den Kühlschrank die Gas-Zündung kontrollieren kann. - Rechts: Ansicht des Kühlschrankes von hinten, mit dem zusätzlichen Ventilator (der sowohl im 220V als auch im Batterie-12V-Modus "scharf" ist, um eine gute Kühlung zu gewährleisten)
Links: Kühlschrank-Nische der Bodenbereich. Hier sichtbar die Zuluft vom Boden aus, die ich Anti-Ameise mit einem Fliegengitter überzogen habe. Weiterhin sieht man rechts das erweiterte Loch der Gasleitungs- und Kabel-Durchführung (musste u.a. wegen meines Spezial-Kühlschrank-Anschlusses so länglich erweitert werden). - Rechts: Die ganze Einbaunische des Kühlschrankes mit Zuluft unten, tiefer gelegtem oberen Abluft-Bereich (wurde Anti-Fliegen auch mit einem Fliegengitter bezogen), Gas- und Stromleitungen.
Links: das Typenschild unseres ElektroluxR-Kühlschrankes, Bj. ca. 1983/1984, wichtig sind die techn. Angaben und der Typ RM181H - Rechts: ein von mir erstelltes Riss-Schema, damit man sehen kann, wie der Luftstrom hinter dem Kühlschrank sein sollte (damit er dann auch kühlt). Dies ist im Esterel wg. der Klapp-Küche nicht so ganz einfach herzustellen.
- Explosionszeichnung RM181H.pdf
- Die offizielle Explosionszeichnung (heruntergeladen von der Fa. Elektrolux), eingestellt bei Klappcaravanforum (wg. kaum zumutbarer Suche)
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- Explosionszeichnung RM181HEGL.pdf
- Die offizielle Explosionszeichnung RM181HEGL (heruntergeladen von der Fa. Elektrolux), eingestellt bei Klappcaravanforum (wg. kaum zumutbarer Suche)
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- Explosionszeichnung RM181HEGR.pdf
- Die offizielle Explosionszeichnung RM181HEGR (heruntergeladen von der Fa. Elektrolux), eingestellt bei Klappcaravanforum (wg. kaum zumutbarer Suche)
- (52.6 KiB) 540-mal heruntergeladen
- Explosionszeichnung RM181HEGRB.pdf
- Die offizielle Explosionszeichnung RM181HEGRB (heruntergeladen von der Fa. Elektrolux), eingestellt bei Klappcaravanforum (wg. kaum zumutbarer Suche)
- (52.6 KiB) 538-mal heruntergeladen
- Kühlschrank RM185.pdf
- Die offizielle Anleitung Kühlschrank RM 185 R (heruntergeladen von der Fa. Elektrolux), eingestellt bei Klappcaravanforum (wg. kaum zumutbarer Suche)
- (230.08 KiB) 605-mal heruntergeladen
Heute, 18.03.2009:
Heute war ich dann bei der Gasprüfung. Ich habe mich beim Bosch-Dienst angemeldet und bin gleich morgens um 08:00 Uhr hingefahren. Ich habe dem Gas-(Bosch)-Herren meine ganze neue Anlage gezeigt. Dann hat er seinen Dichtigkeitsmesser angeschlossen und angefangen zu schreiben. Mann, der arme Mensch musste wirklich ALLES dokumentieren (jeden Pups, Schlauch, Nummer, einfach alles). Das einzige was er feststellen musste, dass ich leider an meinem neuen Gaskasten noch kein Schildchen mit dem Betriebsdruck hatte (habe ich aber nachgerüstet, siehe Bild). Er war abschließend mit allem sehr zufrieden, Dichtigkeit wurde auch bestanden. Dann bekam ich das "blöde" gelbe Gas-Heft und habe meine 35 Euro bezahlt. Dann bin ich nach hause gefahren und habe mich sehr über die Abnahme meiner definitiv komplett neuen Gasanlage gefreut.
Heute, 26.03.2009:
Der nächste Angang: Die TÜV-Vollabnahme und Zulassung
Wieder morgens um 08:00 hatte ich meinen Termin beim TÜV zur Vollabnahme. Schon bei der telefonischen Anmeldung stellte mir die Dame die Frage: "Eine Vollabnahme ?! Was ist das denn für ein Anhänger ?" Ich: "Ein Klappwohnwagen, ca. 25 Jahre alt." Sie:" Habe Sie denn irgendwelche Papiere ?!" Ich: "Nein" Sie:" Gibt es denn gar keine Papiere ??" Ich: "Nein, das was ich dazu habe sind eigene Abmessungen und Kopien von alten Prospekten, sonst gibt es nichts mehr." - Die Dame nahm meine Anmeldung dann hin, das Gesicht habe ich leider nicht gesehen, aber manchmal sagt auch ein telefonisches "Tschüss" mehr als tausend Worte.
Bei der Vollabnahme selbst ging alles solide und gut. Der Prüfer war gut, ich war gut und "Esterella", der Vouwagen, war auch gut. Ich hatte alle Prospektunterlagen mit, meine ganzen Ordner mit den diversen Typenschildern und Bilder und eigenen Abmessungen. Interessanterweise war die Gasprüfung nicht zur Vollabnahme notwendig, da ja durch das Gas (wenn dann undicht) bei der Fahrt keinerlei Gefahr ausgehe (nicht wie beim WoMo), da ich ja nicht im Wohnwagen bei der Fahrt sitzen würde. Der Prüfer war vom ganzen Esterel sehr zufrieden, auch die Bremsprüfung wurde problemlos genommen. Alles wurde gewogen und abgemessen. Einzig die Sicherheitsleine war mittels eines Schäkels an der Auflaufbremse befestigt, diese war zu monieren. Der Prüfer hat auch relativ wenig Bilder gemacht, da ich ihm den Hinweis auf unser Forum, spez. diesen Beitrag gab.
Die Vollabanahme hat mich dann 120.- Euro gekostet und ca. nach 1 1/4 Stunden konnte ich mit den Papieren zum Straßenverkehrsamt fahren. Dort saß dann ein etwas schwieriger Jüngling, der anscheinend alles wusste ... oder dann doch nicht. Ich hatte alle meine Papiere da, nur die Tatsache, dass man nur mit einer Vollabnahme und einem Kaufvertrag jedoch OHNE vorherige Papiere vor ihm stand, konnte er nicht glauben. Erst nach einigem hin und her und einem Telefonat bei einem, der wohl wirklich bescheid wusste, konnten ihn zur Zulassung bewegen.
Eine weitere 1/2 Stunde und weitere 50 Euro + 12 Euro für ein Schild später und der Esterel und ich hatten es geschafft.
NUN DÜRFEN WIR ENDLICH FAHREN
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Hier noch ein paar wichtige Forums-interne Links zu wichtigen Reparatur-/Umbau-Themen bzgl. des Esterel: