Fazit nach einer Saison mit dem Zambesi

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Oli22
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Fazit nach einer Saison mit dem Zambesi

Beitrag von Oli22 »

Ich wollte mal was schreiben wie zufrieden wir mit unserem Zambesi nach unserer ersten Campingsaison sind.
Zeitlich wird es für uns leider dies Jahr tatsächlich rum sein.
Daher jetzt schon, nach zwei längeren Urlauben und mehreren Wochenendausflügen unser Fazit:

Vorausgeschickt sind wir mit unserem Zambesi extrem zufrieden, die geäußerte Kritik betrifft also einzelne Punkte und ist insgesamt auf hohem Niveau.
Es gibt halt im Alltag immer wieder so Sachen die noch besser sein könnten, aber jetzt keine Katastrophen sind.
Insgesamt hat er, bis auf einen Kritikpunkt, unsere Erwartungen und Ansprüche mehr als erfüllt.

Positiv:
• der Anhänger ist auch voll beladen noch alleine beweg- und handlebar und lässt sich am Platz ultraeinfach in die richtige Position bringen ohne dass man danach ein Sauerstoffzelt braucht.
• Im Anhänger ist sehr viel Platz für alles was wir brauchen, und als „Glamper“ ist das nicht wenig 😉
• Man kommt in jedem Aufbauzustand einfach an den Packraum und seine Sachen ran. (hier gibt es eine Einschränkung nachdem wir die Bettverlängerung bekommen haben, siehe anderes Post)
• Der Aufbau vom Hauptzelt geht bei uns inzwischen tatsächlich extrem schnell: Anhänger hinstellen, ausrichten und Hauptzelt aufbauen ca 20 Minuten! Klasse!
• Für ein verlängertes Wochenende kommen wir mit dem Hauptzelt aus, bei Bedarf stellen wir einfach noch einen Faltpavillion davor, das geht schnell und bietet genug Platz. Danke an User neandertaler für den Tip!
• Das Bett (mit der Bettverlängerung) ist traumhaft. Viel Platz und mit Frolisystem drunter und einer Auflage wirklich bequem. (siehe Punkt unter negativ)
• Bei einem kräftigen Unwetter am Gardasee war das Hauptzelt perfekt trocken und stabil, die Bodenwanne funktioniert einwandfrei, auch bei kleinen Bächen unterm Zelt.
• Direkt im Hauptzelt ist am Wagen selbst eine abgesicherte Stromversorgung mit zwei Steckdosen und zwei USB Stromanschlüssen.
Vom Stromkasten den Anhänger anstecken und dann von den abgesicherten Steckdosen weiter verteilen. Hört sich nach Kleinigkeit an, ist aber wirklich extrem praktisch und wird von uns viel genutzt.
• Die Durchlüftung ist durch die Fliegengitter sehr gut, das Klima im Zelt angenehm, auch bei 35 Grad im Schatten war es noch aushaltbar wenn man sich mal umziehen musste oder kurz im Zelt saß.
• Das Vorzelt bietet sehr viel Platz, für 2 Leute schon fast dekadent. Für uns ideal, weil man so auch die Klamotten vom Paddeln und die Ausrüstung locker und ordentlich unterbringt. Leider werden wir das wenig nutzen, siehe unten.
• Der Abbau geht einfach und schnell und alles ist sauber untergebracht.
• Überall bequeme Stehhöhe und reichlich Platz, selbst in der Schlafkabine fühlt man sich nicht eingeengt (auch wenn man da natürlich ned stehen kann 😉 ).
• Der Zambesi verursacht bei uns keinen signifikanten Mehrverbrauch, weder mit dem Benziner, noch elektrisch. Elektrisch sind es etwa 2-3 kWh, da machen die Kajaks auf dem Dach deutlich mehr aus.


Bild Unser Reisesetup mit Zambesi und zwei bis drei Kajaks
Bild Viel Platz für alles was wir so brauchen oder einfach haben wollen
Bild Mit der Bettverlängerung und einigen Anpassungen schlafen wir wirklich sehr gut und bequem.
Bild Unser Vorzelt mit einigem Luxus und viel Platz
Bild
Die negativen Punkte gibts als Antwort hier drunter ;-)
Oli22
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Re: Fazit nach einer Saison mit dem Zambesi

Beitrag von Oli22 »

Negativ:
• Durch die Bettverlängerung ist der Zugang zum Anhänger im aufgebauten Zustand extrem erschwert. (siehe extra Post zur Bettverlängerung)
• Ebenfalls durch die Bettverlängerung ist der Deckel so schwer, dass die Dämpfer ihn nicht mehr selbständig offen halten und eine Stütze notwendig ist.
• Das Bett ist vom Hersteller aus nicht das bequemste. Lattenrost und eine sehr einfache, starre Matratze. Im Vergleich zu Campwerk und Cabanon die mit Froli und echt tollen Matratzen aufwarten ist das wirklich ein großer Kritikpunkt. Wir haben selbst noch ein Froli drunter und ein Duvet drauf gepackt, so ist es einwandfrei.
• Keine Seitenwand des Hauptzeltes verfügt über eine „Tür“. Man muss in jedem Fall die ganze Seitenwand aufmachen. Nicht mega schlimm, aber für uns unverständlich, zumal in dem Preisbereich.
• Das Fenster der Schlafkabine ist bei Regen oder angekündigtem Regen kaum nutzbar weil es rein regnen würde. Dadurch ist die Schlafkabine oft sehr warm und stickig.
Beim Cabanon Malawi ist da ein kleines Dach angenäht, was wir extrem praktisch und nützlich finden. Das wäre für Trigano definitiv eine Idee zur Modellpflege!
• Unser größter Kritikpunkt ist das Vorzelt:
Stangenmikado, langwieriger Aufbau, teils schwaches Gestänge.
Die Zeit die man beim Aufbau vom Hauptzelt spart, geht beim Vorzelt doppelt wieder drauf!
• Die Front vom Vorzelt verfügt über keinerlei Fliegengitter, was für uns ebenfalls unverständlich ist und echt praktisch wäre. Wieder eine Idee zur Modellpflege.
• Das Vorzelt haben wir bis jetzt noch nicht so aufgebaut bekommen dass es wirklich sauber steht, da ist auch keine nützliche Anleitung dabei.
Dadurch war es beim Regen auch undicht, vor allem an den Seiten zum Anhänger hin. Da musste ich mit allerlei extra Abspannungen improvisieren.
Der Übergang von Haupt- zu Vorzelt war links und rechts undicht.
Insgesamt hat uns unsere erste Saison mit dem Zambesi wirklich viel Spaß gemacht. Das (mit Anpassungen) bequeme Bett, der schnelle Aufbau und das Platzangebot sind dabei unsere Highlights.
Ob beim längeren Urlaub am Gardasee oder an der Naab, oder der Kurztrip am Wochenende zum paddeln, der Zambesi ist uns inzwischen wirklich ans Herz gewachsen.
Die Entscheidung „mal schnell“ anzuhängen und los zu fahren fällt immer leichter. Mit dem Zelt haben wir da wesentlich mehr überlegt.

Der einzig wirklich schmerzhafte Kritikpunkt ist tatsächlich das Vorzelt, mit dem wir wirklich unzufrieden sind und das wir künftig auch nur bei längeren Aufenthalten nutzen werden. War teuer, nimmt im Hänger viel Platz weg und wir überlegen ständig ob sich der Aufwand lohnt.
Neandertalers Tip mit dem Pavillion hat noch dazu beigetragen, dass es mittlerweile nicht mehr ständig im Anhänger ist, sondern nur noch explizit eingepackt wird. Bei unserem 9-tägigen Ausflug an die Naab, haben wir es trotz paddeln und mehr Ausrüstung daheim gelassen und sind zu zweit super zurecht gekommen.

Anbei noch ein paar Fotos:

Bild Durch die Bettverlängerung kommt man im aufgebauten Zustand nur noch schlecht an die Sachen im Anhänger dran.
Bild Hier hätte man das Fenster einfach als Tür gestalten können, wenig Mehraufwand, wäre echt praktisch ohne Vorzelt. Modellpflege?
Bild hier ist bei Cabanon ein kleines Dächlein angebracht, wodurch es nicht so schnell reinregnet. Wir werden versuchen das mit der Plastikabdeckung und Eigenbaumaßnahmen zu improvisieren.
Bild Wir hätten uns an der großen Front ein Fliegengitter gewünscht zum richtig durchlüften.
Neandertaler
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Re: Fazit nach einer Saison mit dem Zambesi

Beitrag von Neandertaler »

Hallo Oli,

vielen Dank für diese tolle und sehr informative Berichterstattung. Euer Zambesi ist ja etwas jünger als meiner. Aber so ziemlich alle Punkte (positiv wie negativ) unterschreibe ich sofort.
Insbesondere das Vorzelt - ich sehe, ihr habt auch das "eckige; es gab/gibt ja nur noch ein halbrundes, das passt zu der Form des Hauptzelts überhaupt nicht und der Aufbau ist auch nicht wirklich einfacher.
Aber das mit den Gestänge, yep, aufgebaut ausreichend stabil aber während des Aufbaus - etwas dünn. Gut eingespielt hatte es zu zweit ne knappe Stunde gebraucht für das Vorzelt. Daher die Entscheidung, das Vorzelt nur bei längeren Aufenthalten, absolut richtig. In der Regel zippe ich nur noch das Sonnensegel an (habt ihr keins?). Undichtigkeiten an den Übergängen mit dem Vorzelt kann ich aber nicht bestätigen. Liegt denn der Regenschutz ordentlich über dem Reißverschluss (so keine Klarsichtfolie)? Auch dass es keine ordentlichen Zugänge gibt in Form von Türen finde ich etwas schade. Klar, geht auch so, ist aber schon etwas doof. Vor allem nirgendwo eine gescheite Möglichkeit für einen Fliegenschutz - dem stimme ich ebenfalls zu.
Bei meinem gibt es leider kein Fenster im Schlafbereich, finde ich schade. Auch ist bei meinem das Innenzelt sehr hell gehalten, weshalb das Schlafen mit Schlafmaske zu empfehlen ist (Vorteil bei eurem).

Zu euren positiven Punkten habe ich ebenfalls nichts hinzuzufügen, bestätige ich komplett.

Es wäre spassig, wenn sich die Campingwege mal kreuzen sollten. Weiterhin viel Spass mit dem Falti.

Viele Grüße
Stefan
Im Leben ist man mal der Stein und mal die Scheibe. Als Papa bist du aber immer Carglass.
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Re: Fazit nach einer Saison mit dem Zambesi

Beitrag von Matterhorn »

Hallo
Ich habe den interessanten Bericht gelesen und habe eine Frage zu der Bettverlängerung: So wie diese auf den Bilder aussieht ist es ja eher eine Bettenverbreiterung, weil der Lattenrost vom Bett ja so gemacht ist das man in Längsrichtung auf dem Anhänger schläft. Die Bettenverlängerung / Verbreiterung ist die Lattung ja quer. Ist den das Bett auf dem Hänger zu wenig lang? Ich selber bin ja 192cm gross und haben uns deshalb für den Campwerk entschieden mit dem 220cm Bett.

Grüsse, Markus
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