Raclet Safari Bodenplatte bearbeiten?

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SlotHerbie

Raclet Safari Bodenplatte bearbeiten?

Beitrag von SlotHerbie »

Hallo,

ich brauche mal wieder einen Tip/Meinung von Euch: Ich lese immer wieder, dass die Pressspan Bodenplatten im Safari nach einiger Zeit und je nach Feuchtigkeit sehr schnell beschädigt werden können. Deshalb habe ich auch schon gelesen, dass manche von Euc die Bodenplatten bearbeiten oder bearbeiten lassen, in Form von Unterbodenschutz wie er auch bei den KFZ`s angewandt wird.

Was haltet ihr davon, soll/muss man das gleich in Auftrag geben oder ist das unsinn?

Im voraus besten Dank für Eure Rückmeldungen

euer Herbie
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Jugger64
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Re: Raclet Safari Bodenplatte bearbeiten?

Beitrag von Jugger64 »

Hallo Herbie,

es ist wohl wahr, dass die Zeltanhänger aus dem Trigano-Konzern (Trigano, Raclet und Jamet) allesamt Spanplatten als Boden haben. Aber das schon seit zig Jahrzehnten. Nun schau dir an wie viele davon ein beträchtliches Alter erreicht haben, ohne, dass die Bodenplatte sich aufgelöst hat oder vergammelt ist.
Sicherlich wäre ein Siebdruckplatte, wie sie auch bei vielen Lasten- und Pferdeanhängern Verwendung findet, als Boden wünschenswert. Diese ist langlebiger und robuster, aber auch teurer und je nach verwendeter Dicke dazu ggf. schwerer.
Es besteht bei der Spanplatte zwar die Gefahr, dass bei einer Beschädigung des Unterbodenschutzes und langen Regenfahrten Wasser in die Platte einzieht und sie beginnt zu gammeln. Aber dazu benötigt man erst mal o.g. Umstände, die offensichtlich in der Praxis recht selten gemeinsam auftreten.
Ich würde dir empfehlen bei den regelmäßigen Kontrollen und Wartungsarbeiten des Fahrwerkes, der Bremsen und der Kurbestützen auch mal einen Blick auf den Unterbodenschutz zu werfen und ggf. beschädigte Stellen auszubessern. Eine präventive Behandlung eines fabrikneuen Unterbodens halte ich für vollkommen übertrieben.

Gruß
Norbert

P.S.: Nichts desto trotz bin ich ganz froh darüber, dass bei meinem Anhänger eine Siebdruckplatte verbaut worden ist.
Urlaub außerhalb Frankreichs ist zwar möglich, aber vollkommen sinnlos!
-Bernd-

Re: Raclet Safari Bodenplatte bearbeiten?

Beitrag von -Bernd- »

Hallo,

bei einem neuen Boden würde ich dies grundsätzlich auch nicht machen,
aber in jedem Fall ist es ja keine Mühe den Unterbodenschutz zu testen.
Ich hatte ein paar Tropfen Wasser aufgespritzt und mit der Hand verstrichen,von der Seite so darauf geschaut dass die feuchte Fläche Licht spiegelt und dann gesehen dass das Wasser innerhalb von Sekunden von der Platte abgesaugt wurde.
Da bestand schon Bedarf einer Neubeschichtung.

Problemzonen sind auch die Bereiche unter Rahmenholmen,wenn da Wasser reinkriecht und nur langsam wieder abtrocknen kann weil es an schlecht belüfteten Bereichen eben länger in der Platte verbleibt.

Die langen Lebenszeiten kommen wohl auch zustande weil die meisten Falter ja relativ wenig auf der Straße sind und im Verhältnis sehr lange wieder trocknen können.

Am liebsten hätte ich die Spanplatte gegen eine Sandwichplatte getauscht,beidseitig GFK 1,5mm,Gesamtstärke etwa 25 - 30mm,auf den Rahmen und die Zwischensprossen verklebt.
(ich meine Platten wie sie u.a. auch im Wohnkabinenbau verwendet werden)
Damit wäre das Thema Unterbodenschutz erledigt,das Bett wäre wärmer und damit auch die Matraze weniger anfällig gegen Kondensfeuchte.
Jedoch ist der Platz für Gepäck rar und ich wollte jeden Zentimeter Raum erhalten.

Aber am wichtigsten ,finde ich, ist einen trockener Platz für die langen Zeiten zwischen den Urlauben.
Gleiter

Re: Raclet Safari Bodenplatte bearbeiten?

Beitrag von Gleiter »

Grüßt Euch!

Holz im Freien ist immer eine heikle Angelegenheit, und wenn's eine Span- oder Sperrholzplatte ist, gleich viel mehr.

Konstruktiven Holzschutz gibt es de facto Keinen, allerdings gibt es bei einem Anhänger dieser Art auch nicht die permanente Belastung durch Wassereintrag, im Gegensatz zu einem Nutzanhänger wo eine Siebdruckplatte deutlich mehr Sinn macht. Gelegentlich mag es eine ordentliche Regenfahrt geben - das ist wohl eher die Ausnahme. Zudem ist das Ganze gut belüftet resp. kann wieder recht gut abtrocknen.

Bei einem neuen Auto ist es tunlichst angeraten mal vorsorglich eine ordentliche Hohlraumkonservierung machen zu lassen, präventiv, in diesem Sinne kann es sicher nicht schaden wenn auch die hölzerne Bodenplatte eine zusätzliche Versiegelung bekommt. Hersteller geizen ja gerne mit Konservierung um die Kosten flach zu halten...

Mein CT hat schon ein paar Jahre am Buckel, und auch wenn er die letzten 11 Jahre ohne Ausfahrt in einer trockenen Garage stand war von Anfang an klar dass der hölzerne Unterboden ordentlich behandelt werden muß, ohne das vorher gesehen zu haben.

Auf der Bühne war's dann auch deutlich zu sehen - der Unterboden war staubtrocken und irgend ein wirksamer Schutz war nicht zu erkennen.

Zwei Dosen Unterbodenwachs aus dem KFZ Bereich mit Kompressor aufgespritzt hinterlassen ein deutlich besseres Gefühl in Bezug auf die Haltbarkeit des Bodens für die nächsten paar Jahre.

Der Tausch eines verrotteten Bodens steht in keiner Relation dazu.

Gruß, André.

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Re: Raclet Safari Bodenplatte bearbeiten?

Beitrag von zawiese »

Wichtig ist, das wo Wasser eindringen kann (reden wir lieber einmal von Kondensat), da sollte dieses auch wieder entweichen können! Von daher würde ich jedenfalls keinen Unterbodenschutz nehmen! Es reicht schon, das die Bodenplatte nach oben hin durche eine PVC Schicht abgeschlossen ist! Da eignen sich Öle besser. Holzböden gehen nicht wegen diverser Regenfahrten kaputt, das ist einmal sicher! Dazu ist es am Unterboden viel zu luftig.
Und sollte warum auch immer zwischen eben diesen PVC Belag und eine Siebdruckplatte Wasser einziehen, dann ist auch das nicht der Idealfall (fault zwar nicht durch, Schimmel gibt es dennoch).

Lass es einfach so wie es ist!!

Gruß
Thomas
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Re: Raclet Safari Bodenplatte bearbeiten?

Beitrag von Exfalter »

Hallo Herbie,

betrachte dir bitte mal den Falter auf diesem Foto:
Bild
(ignoriere dabei das Gerümpel und den Sperrmüll, der das Bild verunziert ;) )

Zu dem Zeitpunkt war unser Jamet Canyon 14 Jahre alt. Der Boden sah aus wie neu und wurde nur nach der Saison abgebürstet und mit klarem Wasser abgewaschen. Für diese Tätigkeit eignen sich die Seitenlagerungsbügel ungemein gut. Übrigens war der Boden nie nachbehandelt worden, auch nicht vom Vorbesitzer (ich hatte ihn danach gefragt).

Viele Grüße, Stephan
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