Erfahrungsbericht Paradiso ohne Papiere

Ratte
Interessierter Camper
Interessierter Camper
Beiträge: 27
Registriert: 16.07.2018 13:58
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Opel Astra F 1995
Campingfahrzeug: Combi Camp 1990
Wohnort: Eitorf

Re: Erfahrungsbericht Paradiso ohne Papiere

Beitrag von Ratte »

Moinz,
@Andreas: Besten Dank :)

Ich war direkt heute bei der Zulassungsstelle. Hat rund 100,-€ gekostet und fast problemlos geklappt. Ich habe gelernt, dass man eine weitere EVB-Nummer benötigt. Die für das Kurzkennzeichen ist genau für dieses und für nichts anderes. Naja, kurzer Anruf bei der Versicherung und das Problem war gelöst. Damit sind wir jetzt bei einem Gesamtkostenpreis von rund 2.500€ inkl. Transport, TÜV, 100er-Zulassung und neuen Reifen. Davon waren 150,-€ wie gesagt die TÜV-Vollabnahme und nochmal rund 40,-€ bei der Zulassung die eigentlichen Kosten dafür, dass der Klappi ohne Papiere aus den Niederlanden kam. Man könnte noch den Transportanhänger mit 50,-€ dazu zählen. Alles andere an Kosten wäre auch bei einem Klappi aus Deutschland an Kosten möglich.

Im Frühjahr kommen dann noch der neue Gasschlauch und wahrscheinlich die Solarzellen. Und dann kann die Saison starten :)


Nagende Grüße
die Ratte
letzter
Vielschreibender Camper
Vielschreibender Camper
Beiträge: 135
Registriert: 27.02.2023 20:22
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: VOLKSWAGEN
Campingfahrzeug: suche noch

Re: Erfahrungsbericht Paradiso ohne Papiere

Beitrag von letzter »

Auch von mir herzlichen Glückwunsch!

Und Mal ein schönes Beispiel, dass HU und Zulassung gar nicht soo böse und gemein sind!

Viel Spaß
:camp1

Unsere Großeltern haben uns gelehrt:
Der Klügere gibt nach! - Nun regieren die BildungsfernInnen :roll:
Ratte
Interessierter Camper
Interessierter Camper
Beiträge: 27
Registriert: 16.07.2018 13:58
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Opel Astra F 1995
Campingfahrzeug: Combi Camp 1990
Wohnort: Eitorf

Re: Erfahrungsbericht Paradiso ohne Papiere

Beitrag von Ratte »

Heyho zusammen,
wir haben den Paradiso jetzt elektrisch aufgemotzt und ich dachte mir, dass euch das ggf. interessieren könnte. Wir hatten ja zum einen das Problem mit der Gasleitung, die erneuert werden musste. Zum anderen wollten wir sowieso autark werden und mit Strom arbeiten. Unter anderem aus Umweltgründen. Wir haben uns dazu an eine Fachfirma hier in der Nähe gewandt. Schnell kam heraus, dass der Kühlschrank uns eigentlich zu klein ist und die Niederländer einen Gasschlauch unter dem Klappi verlegt haben. Letzteres ist wohl in Deutschland nicht mehr erlaubt, ergo wären die Kosten sehr hoch. Man müsste eine Rohr aufwendig drunter verlegen. Stattdessen haben den Kühlschrank rausgeworfen und durch eine Kühlbox (Kompressor) ersetzt. Diese steht jetzt links neben der Küche, beim Transport vor der Küche. Weiterhin kamen zwei flexible 165W-Panele oben drauf (geklebt). Diese führen zu einer Powerstation, die wir natürlich auch autark nutzen können. Allerdings führt innen vom Dach auch ein sehr langes Kabel zur Powerstation, womit wir sie auch rausstellen könnten. Die Lampen, die vorher drin waren und die Pumpe für das Wasser laufen über einen kleinen Stecker. Für die Kühlbox wurde ein Zusatzsteckplatz links von der Küche installiert. Wenn wir den Klappi also aufbauen, wird der Aufbau um drei Stecker, die wir in die Powerstation einstecken, erweitert. Die Heizung wurde stillgelegt, da sie über Gas laufen würde und offen in den Wohnraum geht. Nicht so prickelnd. Die drei Kochplatten laufen über eine Gasbuddel, die wir hinter den Klappi stellen können. Selbstverständlich können wir die Powerstation auch am Klappi selbst laden, wenn wir diesen auf einem Campingplatz an Strom anschließen.

Zu den Kosten: Die 50L-Kompressorkühlbox (300,-€) sowie die Powerstation (700,-€) haben wir bestellt. Die Rechnung bei der Fachfirma waren nochmal rund 2.500,-€, wobei die Solarpanels alleine rund 900,-€ gekostet haben.

Insgesamt haben wir also nochmal gut investiert, aber jetzt steht der Festivalsaison nichts mehr im Wege :)


Nagende Grüße und ich wüsche euch allen einen herrlichen Sommer mit euren Klappis
die Ratte
Benutzeravatar
ABurger
Hardcore-Camper
Hardcore-Camper
Beiträge: 1038
Registriert: 18.11.2014 16:24
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Opel Zafira B 1,7 TDCI
Campingfahrzeug: Knaus 420M / Esterel CC34
Wohnort: A'bg / Untermain

Re: Erfahrungsbericht Paradiso ohne Papiere

Beitrag von ABurger »

wird der Aufbau um drei Stecker, die wir in die Powerstation einstecken, erweitert.
Aha?
Die Powerstation dient dann also als zentrale Stromversorgung?
Heißt, eine Schuko der PS wird mittels einem 3er-Mehrfach-Steckdose erweitert?
Ist das denn so erlaubt, wegen dem Personenschutz?
Obwohl ich bezweifle, daß die PS überhaupt einen RCD verbaut hat.
Egal, seht zu, daß keinem was passiert, bei einem Iso-Schaden oder so ...

Viel Spaß trotzdem!
:winkend:
:camp1
Klapprige Grüsse von Rüdiger
aus dem Nizza Bayerns
(Knaus420M / Esterel CC34 / Bj. 1981)
Benutzeravatar
Der Racker
Vielschreibender Camper
Vielschreibender Camper
Beiträge: 229
Registriert: 04.06.2020 23:44
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Ente 2cv6
Campingfahrzeug: Trigano/Raclet Allegra
Wohnort: Oldenburg i.O.

Re: Erfahrungsbericht Paradiso ohne Papiere

Beitrag von Der Racker »

Moin alle zusammen,ängstlich ,so wie ich bin ,würde ich mich auch für einen FI (RCD) aussprechen. Hab's letzte Woche erst in unserer Elektronik-Abteilung erlebt . Der TÜV Prüfer fand es überhaupt nicht spaßig ,3er in 6er erweitert und Lötapperate,Öfen und Ladegeräte dran . Es war schockierend. Es haben noch alle überlebt, jedoch wurde das ganze sehr scharf gerügt. Es ist vielleicht nicht falsch ,wenn Rüdigers und meine guten Wünsche von einem Elektrofachmenschen Unterstützung bekommen ; quasi eine Unbedenklichkeit bescheinigt, für die Installation am Falter.
Alle guten Wünsche ,
es grüßt Andreas :winkend:
falti92
Interessierter Camper
Interessierter Camper
Beiträge: 37
Registriert: 19.11.2021 18:58
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: VW Touran 2.0 TDI 150 PS
Campingfahrzeug: Hymer-Eriba 490 Moving 1996
Wohnort: Moers

Re: Erfahrungsbericht Paradiso ohne Papiere

Beitrag von falti92 »

Hallo zusammen,

ich habe meinen Paradiso zwar inzwischen verkauft, aber...
...die Diskussion zum Thema Gasabnahme fand ich interessant. Das scheint nämlich nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch von den TÜV-Stationen bzw. zwischen TÜV und Dekra unterschiedlich gehandhabt zu wewrden.

Ich hatte einen 92er Gran Beach. Der hatte nur im Gaskasten ein kurzes Stück Rohr. Der ganze Rest waren Schläuche, d.h. vom Gaskasten zum Herd und zum Kühlschrank. Im Gaskasten war natürlich auch ein Schlauch zwischen dem Druckminderer und dem Rohrstück. Die Schläuche waren oberhalb des Bodens verlegt. Eine Heizung hatte mein Wagen nicht. Vermutlich muss ansonsten nämlich auch ein Schlauch unter dem Boden liegen.

Völlig unabhängig davon hatte mein Paradiso kein Gasbuch. Und das brauchte er auch nach Aussage des Dekra-Prüfers meines Vertrauens nicht (Dekra Duisburg Nord), weil der Paradiso in dieser Hinsicht als Zelt gilt.
Hab ich nicht hinterfragt, denn der Mann ist Ingenieur und sollte es wissen.

Gekauft habe ich den Paradiso in Berlin. Die Verkäufer hatten mir auch erklärt, dass er aufgrund der Eigenschaft "Zelt" keine Gasprüfung braucht.

Es mag allerdings sein, dass sich das mit der neuen Regelung ändert. Damit habe ich mich nicht beschäftigt, da ich meinen Eriba sowieso regelmäßig prüfen lasse.

Viele Grüße vom schönen Niederrhein
Hajo
Ratte
Interessierter Camper
Interessierter Camper
Beiträge: 27
Registriert: 16.07.2018 13:58
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Opel Astra F 1995
Campingfahrzeug: Combi Camp 1990
Wohnort: Eitorf

Re: Erfahrungsbericht Paradiso ohne Papiere

Beitrag von Ratte »

Heyho,
@ABurger: Die PV geht mit einem speziellen Stecker zur Powerstation, der für dieses Modell produziert wurde. Von da aus kann ich dann verschiedene Stecker in die Powerstation einstecken. Sieht für mich alles okay aus und die Fachfirma meinte, dass so ideal sei. Die Powerstation ist ja auch nicht fest verbaut oder so.

@Der Racker: Keine Sorge, da sind diverse Sicherungen verbaut. Mache mir da keine Sorgen.

@falte92: Hmm, vielleicht hat sich das im Lauf der Zeit gewandelt. Erst ab diesen Jahr ist ja die Gasabnahme TÜV-relevant. Vorher waren nur Campingplätze bzw. Veranstalter daran interessiert, was man gemacht hat. Soweit ich weiß zumindest^^ Wir sind jetzt offiziell ohne Gas unterwegs. Sprich der TÜV ist da raus. Und wenn wir mal die Buddel an die Gasplatten anschließen, ist das entspannt, da wir modular unterwegs sind. Aber natürlich bin ich gespannt, was der TÜV in zwei Jahren dazu sagt :)


Nagende Grüße
die Ratte
Antworten

Zurück zu „Paradiso“