Fahren in ausgefahrenem Zustand?

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Vulcan1976
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Fahren in ausgefahrenem Zustand?

Beitrag von Vulcan1976 » 14.01.2020 07:37

Ich bin über Esterel-Klappis gestolpert und sehr fasziniert. Momentan zelten wir aber. Eins der Dinge, die mich am Zelt etwas nerven: Wenn es regnet beim Abbauen, bleiben die Einzelteile natürlich nass. Dasselbe gilt auch für einen Falti.

Deshalb meine Frage: Ist es möglich, einen Klappcaravan auch in ausgefahrenem Zustand zu bewegen (ich denke mal eher nicht, aber fragen kostet ja nichts)? Denn dann könnte man ja, auch wenn es unökologisch ist, das Feuchteproblem umgehen...

Vielleicht könnt ihr mir da weiterhelfen.

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KSF
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Re: Fahren in ausgefahrenem Zustand?

Beitrag von KSF » 14.01.2020 12:28

Hallo Vulcan1976,
ich habe schon paar Mal bei Regen abgebaut.
Da ja das Dach alles verdeckt, habe ich nur die Seitenwände mit einem Tuch trockengerieben und Zuhause habe ich wieder aufgeklappt um alles trocknen lassen.
Bis jetzt hatte ich da noch nie Probleme gehabt.
Wenn man nicht in Eile ist, kann man vor oder nach dem Regen auch abbauen.
Ich mußte aber auch mal schnell handeln, da bei Dauerregen mein Platz nach paar Stunden am Rhein im Hochwasser stand. Am nächsten Tag war mein Platz 1,5m unter Wasser. Da ich alleine war, habe ich einfach mein Vorzelt naß grob zusammengewickelt und in den Kofferraum geschmissen.
Ich denke aber, bei Katastrophen kann man den Klapper im aufgeklapptem Zustand wegfahren, und auf einem Sicheren Platz zusammen klappen, damit man dann nach Hause fahren kann.
mfg Klaus :klapper:

Vulcan1976
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Re: Fahren in ausgefahrenem Zustand?

Beitrag von Vulcan1976 » 14.01.2020 13:19

Okay, cool.

Einen Carousel von Gobur kann man nicht hier in Deutschland bekommen? Sie gefallen mir immer besser...hab jetzt YouTube abgegrast. Ist schon einfacher als die 20+ Abspannleinen unseres Zeltes...

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ABurger
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Re: Fahren in ausgefahrenem Zustand?

Beitrag von ABurger » 14.01.2020 16:52

Vulcan1976 hat geschrieben:
14.01.2020 07:37
Deshalb meine Frage: Ist es möglich, einen Klappcaravan auch in ausgefahrenem Zustand zu bewegen (ich denke mal eher nicht, aber fragen kostet ja nichts)?
Denn dann könnte man ja, auch wenn es unökologisch ist, das Feuchteproblem umgehen...
Vielleicht könnt ihr mir da weiterhelfen.
Servus Vulcan
(einen richtigen Namen hast Du aber auch - oder?),
wie der Klaus schon schrieb - es gibt ja sowas wie trockene Tücher. Mit denen kann man die paar Tropfen aufnehmen und gut ist.
Wenn der Esterel (oder baugleiche) eingeklappt ist, ist der ja nicht luftdicht versiegelt und so kann das bissel Restfeuchte abtrocknen, ohne daß da was passiert.
Regen und unökonomische Witterung gehört zum Campen einfach dazu, finde ich. Für Dich als Zelter ja nichts ungewohntes.

Auf Deine kostenlose Frage, gebe ich mal eine Gratis-Antwort: Lt. StVZO ist das Fahren eines Klappwohnwagens auf der Straße nicht erlaubt. Bei näherer Betrachtung der ganzen Konstruktion sollte das auch einleuchten (!).
Mag sein, daß ein paar wenige Schritte aus einem akuten Gefahrenbereich machbar sind, ohne daß die Karre in sich zusammen fällt und eine General-Restauration fällig sein wird.
Der Unterbau verwindet sich, der Oberbau ist schwer genug, sodaß die Scharniere verbiegen werden und die wenigen Verriegelungen ausbrechen können.
Wie schon von Klaus angesprochen, ein paar Meter mögen machbar sein, aber mehr als ein paar weniger Meter enden sicher fatal.

Keine Ahnung, was Du Dir unter einer "Umgehung des Feuchteproblems" vorstellst?
Damit losfahren, bis Du eine regenfreie Zone erreichst, wo Du dann einklappen kannst, ist jedenfalls nicht.
Nicht nur, weil es nicht erlaubt wäre ...

Was die Modelle alá Carousel von Gobur angeht: Das sind Engländer, für England gemacht, also für Rechtslenker - die gibt es alle nur mit den Türen auf der linken Seite. Gabor baut keine Wohnwagen mit den Türen auf der rechten Seite.
Einen neuen Gabor hierher importieren - naja ... wird keinesfalls preisgünstig werden, aber machbar.
Auf dem deutschen Gebrauchtmarkt einen Carousel zu finden, gleicht einem Lottogewinn im hohen Rang.
Möglicherweise wirst Du auf dem niederländischen Markt eher fündig.
Mußt halt mal auf Marktplaats.nl oder so schauen.

Ein Bekannter von mir (in Belgien wohnhaft) hat seinen Carousel auch aus den Niederlanden gekauft.
Klapprige Grüsse von Rüdiger
aus dem Nizza Bayerns
(Esterel CC34 / Bj. 1981)

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Re: Fahren in ausgefahrenem Zustand?

Beitrag von Vulcan1976 » 14.01.2020 17:05

@ABurger: Ich heiße Sandra. Und wie heißt du?

Das Feuchteproblem beim Zelt: Wenn es feucht ist und man es so einpackt, muss/sollte man es zeitnah wieder auspacken und gründlich trocknen lassen. Sonst schimmelt es. Das dürfte bei einem Faltcaravan wohl auch so sein?

Bei uns ist das (zum Glück) kein Problem, unser Garten ist groß genug. Aber ein bisserl lästig ist es schon.

Dass man einen Esterel (oder ähnliche Konstruktion) zum Trocknen nicht wieder aufklappen muss, finde ich schon irgendwie praktisch.

Nun ja, das mit dem Importieren aus GB dürfte demnächst wohl eher noch schwieriger werden...das lassen wir also, denke ich.

Auf jeden Fall erstmal vielen Dank für eure Antworten, das hilft mir schonmal weiter.

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Re: Fahren in ausgefahrenem Zustand?

Beitrag von Fuzzy » 14.01.2020 18:33

Hallo Sandra,
Da hast du Rüdiger (steht so in seiner Signatur ;) ) falsch verstanden.
Egal ob Falter, Klapper oder auch feste Wohnwagen mögen keine Feuchtigkeit. Die sollten alle trocken abgestellt werden. Bei den Klappern /festen Wohndosen ist das Risiko von Schimmel mangels Zelt halt nicht so groß wie bei einem Falter. Trotzdem hast du ja Polster, Gardinen, Holz usw. im Fahrzeug.

Aufgebaut fahren würde ich nur, wenn ansonsten ein Totalverlust (Hochwasser, Feuer oder ähnliches) droht. Und das dann auch keinen Meter zu viel und so langsam wie möglich.
Gruß Ralf

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Re: Fahren in ausgefahrenem Zustand?

Beitrag von Nordseekrabbe » 14.01.2020 19:43

Hallo Sandra,

als ehemalige Esterel-Besitzerin kann ich dir sagen, dass man/frau einen ausgeklappten Esterel nicht bewegen sollte. Die Verbindungen von Wand und Decke sind zwar stabil, gleichzeitig aber recht filigran, so dass sie die beim Fahren unweigerlich kreuz und quer auftretenden Bewegungen und Verwindungen nicht überleben würden. Als Folge wäre nicht nur der Wohnwagen kaputt, sondern es würden Teile davon auf der Straße liegen und andere VerkehrsteilnehmerInnen in Gefahr bringen.

Du kannst einen aufgeklappten Esterel maximal im Schritttempo ein paar Meter vorsichtig per Hand bewegen, wenn du z. B. auf dem Campingplatz aus irgendwelchen Gründen umparken oder ihn aus einer Gefahrenzone ziehen musst.
Ansonsten nur im zusammengeklappten Zustand bewegen. :idea:

Das Einklappen bei Regen ist unproblematisch. Alles, was innen im Esterel liegt an Möbeln, Gepäck etc., liegt auch beim Packen im Trockenen. Nass werden bei Regen maximal die Außenwände. Diese werden nach und nach einzeln heruntergeklappt - dabei ist die ganze Zeit immer noch das Dach über allem - so dass du die Wände nach dem jeweiligen Herunterklappen kurz mit einem Tuch abwischen kannst, bevor die nächste Wand folgt. Als letztes kommt das Dach dran, das auch nach dem Klappen sowieso nass bleibt bei Regen. Alles, was sich unter dem Dach befindet, bleibt trocken. Die Einzige, die beim Klappen im Regen nass wird, bist du und ggf. deine Mitreisenden. :rain1:

LG und viel Spaß und Erfolg bei der Suche nach dem passenden Gefährt! :camp1
Anne
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Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
(Francis Picabia)

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